1 Corinthians 10

Ich
Wörtlich: "Denn ich." Der Zusammenhang ist folgender: 9,27 hat der Apostel gesagt: "Ich bekämpfe und besiege mich selbst." Das ist nötig; denn die Geschichte Israels zeigt, wie sehr man auf der Hut sein muß, um nicht in Sünde zu fallen.
will euch nicht in Unkenntnis darüber lassen, liebe Brüder, daß unsere Väter
Die Israeliten, unter denen sich das Reich Gottes vorbereitete, sind die geistlichen Väter des neuen Bundesvolkes.
alle unter dem Schutz der Wolke gewesen und alle durch das Meer gegangen sind.
Alle haben sich auf Mose
Den Mittler des Alten Bundes.
taufen lassen in der Wolke und im Meer.
Alle haben dieselbe geistliche Speise gegessen, und alle haben denselben geistlichen Trank getrunken.
V2-4 sind ein Hinweis auf Taufe und Abendmahl. 2Mo 16:15,35, 17:6
Sie tranken aus einem geistlichen Fels, der mit ihnen ging,
Die Rabbinen lehrten, der Fels, woraus die Israeliten getränkt wurden, habe sie während der ganzen 40jährigen Wüstenwanderung überallhin begleitet.
und dieser Fels war Christus.
Doch an der Mehrzahl von ihnen hatte Gott keinen Gefallen. Denn sie wurden niedergestreckt in der Wüste. Das ist zum warnenden Vorbild für uns geschehen, damit wir nicht nach dem Bösen gierig sind, so wie jene es waren. Werdet auch nicht Götzendiener, wie einige von ihnen es geworden sind; denn es steht geschrieben: Das Volk lagerte sich, um zu essen und zu trinken; dann stand es auf zu Spiel und Tanz. Laßt uns auch nicht Unzucht treiben, wie manche von ihnen es taten, so daß an einem Tag 23000 fielen!
Nach 4Mo 9 waren es 24000.
Laßt uns ferner den Herrn
Christus.
nicht versuchen, wie einige von jenen ihn versuchten und dann (zur Strafe) von Schlangen getötet wurden!
10 Murrt nicht, wie einige von ihnen murrten, die dafür den Tod durch den Verderber fanden!
Das Murren richtete sich gegen Mose und Aaron. 4Mo 16:41 Paulus warnt hier die Korinther vor Ungehorsam gegen das apostolische Amt. Der Verderber ist der Würgengel. 2Mo 12:23
11 Dies alles ist jenen vorbildlich widerfahren, und es ist aufgezeichnet worden zur Warnung für uns, die wir am Ende der Zeiten leben. 12 Wer also meint, er stehe fest, der gebe acht, daß er nicht falle! 13 Bisher hat euch noch keine Versuchung betroffen, die menschliche Kräfte überstiege. Und Gott ist treu! Er wird nicht zugeben, daß ihr über eure Kraft versucht werdet. Sondern wenn er euch Versuchung schickt, so wird er auch einen Ausweg eröffnen, daß ihr sie siegreich bestehen könnt. 14 Darum, meine Lieben, meidet den Götzendienst! 15 Ich rede ja zu verständigen Leuten. Beurteilt selbst, was ich sage: 16 Der geweihte Kelch, den wir segnen, bringt er uns nicht in Gemeinschaft mit dem Blut Christi? Das Brot, das wir brechen, bringt es uns nicht in Gemeinschaft mit dem Leib Christi? 17 Denn wie es ein Brot ist (das gebrochen und ausgeteilt wird), so bilden auch wir trotz unserer Vielheit nur einen Leib;
Den geistlichen Leib Christi, die Kirche.
denn wir genießen ja alle ein und dasselbe Brot.
18 Seht das irdische Israel an! Stehn nicht alle, die von den Opfern essen, in Gemeinschaft mit dem Altar? 19 Was will ich damit sagen? Meine ich, daß ein Götzenopfer Wert hat, oder daß es wirklich Götzen gibt? 20 Nein! Was die Heiden opfern, das opfern sie bösen Geistern und nicht Gott. Ich will aber nicht, daß ihr mit der bösen Geisterwelt in Gemeinschaft kommt. 21 Ihr könnt nicht des Herrn Kelch trinken und daneben auch den Kelch böser Geister. Ihr könnt nicht von des Herrn Tisch essen und daneben auch von dem Tisch böser Geister. 22 Oder wollen wir den Herrn
Christus (wie V21).
herausfordern? Sind wir etwa stärker als er?
So daß wir den Zorn nicht zu fürchten brauchten?
23 (Ihr sagt:) "Alles ist erlaubt." Aber ich sage: Es nützt nicht alles. "Alles ist erlaubt." Mag sein! Doch es fördert nicht alles.
Es dient nicht zum geistlichen Wachstum der anderen.
24 Niemand denke nur an sich, sondern an das Heil des anderen! 25 Alles, was auf dem Fleischmarkt zum Verkauf steht, das eßt ruhig, ohne weiter nachzufragen,
Ob es sich etwa um Götzenopferfleisch handelt.
damit euer Gewissen nicht beunruhigt werde.
26 Denn: Die Erde ist des Herrn, und was sie erfüllt. 27 Lädt euch ein Heide zu Gast, und ihr wollt hingehen, so eßt alles, was euch vorgesetzt wird, ohne weiter nachzufragen, damit euer Gewissen nicht beunruhigt werde. 28 Sagt euch aber jemand:
Wahrscheinlich ein mitgeladener Christ.
"Das hier ist Opferfleisch!", so eßt nicht davon! Tut das mit Rücksicht auf den, der euch dies sagt, und um das Gewissen nicht zu verletzen.
29 Hier denke ich nicht an euer eigenes Gewissen, sondern an das Gewissen des anderen.
Dieser andere ist ein Christ mit einem schwachen Gewissen.
Denn warum soll ich meine Freiheit von dem Gewissen eines anderen beurteilen lassen?
30 Wenn ich eine Speise mit Dank (gegen Gott) genieße, ist es dann recht, daß ich wegen der Speise, für die ich danke, (von anderen) gelästert werde? 31 Ihr mögt nun essen oder trinken oder sonst etwas tun: tut alles zur Ehre Gottes! 32 Gebt keinen Anstoß bei Juden und Heiden und bei der Gemeinde Gottes! 33 Auch ich will ja in jeder Weise allen zu Gefallen leben, und darum trachte ich nicht nach dem, was meinem Besten dient, sondern was der großen Mehrzahl zu ihrem Heil nützlich ist.
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