1 Corinthians 6

Wie kann sich jemand von euch unterstehen, wenn er mit einem christlichen Bruder einen Rechtshandel hat, statt die Sache vor die Heiligen zu bringen, sie vor den Ungerechten entscheiden zu lassen?
Die Heiligen sind die Christen, die Ungerechten sind die Heiden. Auch in den jüdischen Gemeinden gab es bei Streitigkeiten von Gemeindegliedern ein unbedingt anerkanntes Schiedsgericht.
Wißt ihr nicht, daß die Heiligen einst die Welt richten werden?
Vgl. Da 7:18,27 (Weish. Sal. 3,8); Mt 19:28, Lu 22:30, Off 3:21, 20:4.
Wenn nun von euch die Welt gerichtet werden soll, taugt ihr denn nicht einmal dazu, die geringfügigsten Rechtssachen zu entscheiden?
Wißt ihr nicht, daß wir sogar über Engel richten werden? Und da sollten wir nicht fähig sein, Streitigkeiten über mein und dein zu schlichten? Wenn ihr also Händel habt über mein und dein, dann laßt gerade die geringsten Gemeindeglieder Schiedsrichter darüber sein! Um euch zu beschämen, rede ich so. Gibt's denn unter euch keinen einzigen verständigen Mann, der einen Streit zwischen christlichen Brüdern schlichten könnte? Muß ein Bruder mit dem anderen in Streit liegen, und noch dazu vor heidnischen Gerichten? Es ist überhaupt schon ein Schade für euch, daß ihr Rechtshändel miteinander habt. Warum leidet ihr nicht lieber Unrecht? Warum laßt ihr euch nicht lieber um das Eure bringen? Aber nein, ihr müßt Unrecht tun und die Leute um das Ihre bringen, noch dazu christliche Brüder! Wißt ihr nicht, daß Ungerechte das Königreich Gottes nicht ererben werden? Täuscht euch nicht: Kein Unzüchtiger, kein Götzendiener, kein Ehebrecher, kein Wollüstiger, kein Knabenschänder, 10 kein Dieb, kein Habsüchtiger, kein Trunkenbold, kein Verleumder, kein Räuber wird Gottes Königreich ererben! 11 Und solche Sünder sind manche von euch in früheren Tagen gewesen. Nun aber habt ihr euch rein waschen lassen, nun seid ihr geheiligt und gerechtfertigt worden in dem Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes. 12 "Es ist mir alles erlaubt" — so sagen manche.
Die hier und sonst in diesem Brief in Anführungszeichen eingeschlossenen Worte sind vielleicht aus dem Schreiben der Korinther an Paulus.
Jawohl! Aber es frommt nicht alles. "Es ist mir alles erlaubt." Wohl wahr! Doch ich darf mich von nichts beherrschen lassen.
13 "Die Speisen sind für den Magen, und der Magen ist für die Speisen da." Sicher! Aber Gott wird einst Magen und Speisen vernichten. Der Leib jedoch ist nicht für die Unzucht da, sondern für den Herrn;
Bei der Auswahl der Speisen "ist zwar alles erlaubt," denn die Speisen haben nichts mit dem "Herzen" des Menschen zu tun, vgl. Mt 15:17-19 und sie sowie die Verdauungswerkzeuge sind vergänglich. Der Leib aber ist für den Dienst des Herrn Rö 6:12-14 und zur Auferweckung bestimmt; Rö 8:23, 2Kor 5:2 darum darf er nicht durch Unzucht entweiht werden.
und der Herr ist da für den Leib.
Er will ihn in seinem Dienst gebrauchen.
14 Wie Gott den Herrn auferweckt hat, so wird er auch uns auferwecken durch seine Macht. 15 Wißt ihr nicht, daß eure Leiber Glieder Christi sind? Darf ich nun Christus seine Glieder nehmen, um sie zu Gliedern einer Buhlerin zu machen? Nimmermehr! 16 Oder wißt ihr nicht, daß, wer sich einer Buhlerin ergibt, ein Leib mit ihr ist? Es heißt ja: Beide werden eins sein.
Wörtlich: Ein Fleisch sein. 1Mo 2:24 nach LXX
17 Wer sich aber dem Herrn ergibt, der ist ein Geist mit ihm. 18 Flieht die Unzucht! Jede andere Sünde, die der Mensch begeht, die bleibt außerhalb seines Leibes. Der Unzüchtige aber versündigt sich (unmittelbar) gegen seinen eigenen Leib. 19 Oder wißt ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt, — und daß ihr nicht nach eigener Willkür über euch verfügen könnt? 20 Ihr seid um einen hohen Preis erkauft worden.
Der hohe Preis ist Christi Blut.
Darum verherrlicht Gott mit euerm Leib!
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