1 Corinthians 8

Mit Bezug auf das Götzenopferfleisch
Das Fleisch der Götzenopfer, das nicht auf dem Altar verbrannt wurde, fiel teils den Priestern zu, teils wurde es von den Opfernden selbst zurückbehalten. Diese verzehrten es bei den feierlichen Opferschmäusen in den Göttertempeln und bei ihren häuslichen Mahlzeiten, oder sie verkauften es auf dem Markt. Die Christen konnten also mehrfach in die Lage kommen, von dem Fleisch der Götzenopfer zu essen. Wie sollten sie sich nun im einzelnen verhalten? Darauf antwortet der Apostel in 8 und 1Kor 10:15-32: Bei Fleischeinkäufen auf dem Markt soll man nicht ängstlich fragen, ob es Opferfleisch sei oder nicht. Bei den Mahlzeiten in den Häusern heidnischer Verwandter und Freunde darf man unbedenklich von dem Opferfleisch essen; nur die Rücksicht auf glaubensschwache Brüder gebietet einen Verzicht auf die christliche Freiheit. Dagegen kann von einer Teilnahme an heidnischen Opferschmäusen in den Göttertempeln für einen Christen keine Rede sein.
(schreibt ihr in euerm Brief): "Wir wissen, daß wir alle (die rechte) Erkenntnis haben." (Bedenkt indes:) Die Erkenntnis (allein) macht stolz, die Liebe aber sucht andere zu fördern.
Wer sich mit seiner Erkenntnis brüstet, der hat die wahre Erkenntnis noch gar nicht erlangt. Wer aber Gott liebt, der ist von ihm (als sein Eigentum) erkannt. Also über den Genuß des Götzenopferfleisches (schreibt ihr mir): "Wir wissen: es gibt überhaupt keine Götzen in der Welt, sondern es gibt nur einen Gott. Denn es mag auch (nach dem Glauben der Heiden) sogenannte Götter im Himmel und auf Erden geben — wie sie ja wirklich viele Götter und viele Herren verehren —, so kennen wir (Christen) doch nur einen Gott, den Vater, von dem alles geschaffen ist, und für dessen Dienst wir bestimmt sind, und nur einen Herrn, Jesus Christus, durch den alles geschaffen ist, und durch den wir leben."
Wir leben durch Christus als Genossen der neuen geistlichen Schöpfung.
(Ganz richtig!) Doch nicht alle haben diese Erkenntnis. Sondern es gibt manche unter euch, die nach alter Gewohnheit das Götzenopferfleisch noch immer in dem Gedanken essen, als wäre es wirklich einem Götzen geopfert. Dadurch wird dann ihr Gewissen, schwach wie es ist, befleckt. Nun ist's zwar wahr: "Die Speise, die wir essen, hat keinen Einfluß auf unser Verhältnis zu Gott. Ob wir dies oder jenes essen oder nicht, das macht uns in Gottes Augen nicht besser oder schlechter." Seht aber zu, daß diese eure Freiheit den Schwachen keinen Anstoß gebe! 10 Du nimmst bei deiner rechten Erkenntnis (über das Götzenopfer) in einem heidnischen Tempel an einem Opfermahl teil. Da sieht dich nun einer (aus der Gemeinde, der diese Erkenntnis nicht hat). Muß da nicht sein Gewissen, obwohl er schwach ist, dazu verleitet
Wörtlich: erbaut.
werden, (gegen seine Überzeugung) auch von dem Götzenopferfleisch zu essen?
11 So wird dann durch deine Erkenntnis der Schwache ins Verderben gebracht — der Bruder, für den doch Christus gestorben ist. 12 Wenn ihr euch aber in solcher Weise an den Brüdern versündigt und ihr schwaches Gewissen verwundet, so versündigt ihr euch gegen Christus. 13 Verleite ich deshalb durch das Essen einer Speise meinen Bruder zur Sünde, so will ich in Zukunft überhaupt kein Fleisch mehr essen, um meinen Bruder nicht zur Sünde zu verführen.
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