1 Peter 4

Da nun Christus zu unserem Heil dem Fleisch nach gelitten hat,
Vgl. 3,18.
so wappnet auch ihr euch mit derselben Gesinnung!
Die Christus in seinem Leiden bewiesen hat.
— Denn wer dem Fleisch nach gelitten hat,
Und zwar in Christi Gesinnung.
der hat mit der Sünde nichts mehr zu schaffen
Ein Allgemeinsatz wie Rö 6:7. Der Sinn ist wohl: wer in Christi Nachfolge und im Aufblick zu ihm äußerlich leidet, der hat auch innerlich mit der Sünde keine Gemeinschaft mehr.
—.
Ihr sollt ja die noch übrige Zeit eures irdischen Lebens nicht mehr nach der Menschen Lüsten, sondern nach Gottes Willen zubringen. Ihr habt doch in den vergangenen Tagen wahrlich Zeit genug damit vergeudet, den heidnischen Leidenschaften zu frönen durch einen Wandel in Ausschweifungen, Lüsten, Trunksucht, Schmausereien, Zechgelagen und schändlichem Götzendienst. Das befremdet die Leute
Die Heiden, eure früheren Genossen.
nun, daß ihr jetzt nicht mit ihnen in demselben Strom des Lasters schwimmt, und deshalb lästern sie euch.
Dafür aber sollen sie Rechenschaft geben dem, der bereitsteht, Lebendige und Tote zu richten. Darum ist ja auch Toten
Den Geistern im Gefängnis (3,19).
die Heilsbotschaft verkündigt worden, daß sie, die nach Menschenlos
Das Los des gefallenen Menschen ist der Tod.
am Fleisch gerichtet
Indem sie wegen ihres Ungehorsams (3,20) den Tod erdulden mußten.
waren, im Geist nach Gottes Erbarmen lebten.
Das Ende aller Dinge steht vor der Tür. Darum seid mäßig und nüchtern, damit ihr beten könnt! Vor allem habt einander herzlich lieb, denn die Liebe deckt
In vergebender Milde und Barmherzigkeit.
eine Menge Sünden
Bei dem Nächsten.
zu!
Seid gastfrei gegeneinander ohne Murren!
Über Unruhe und Belästigung.
10 Dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat! So ziemt es sich für gute Haushalter der mannigfachen Gnade, die Gott schenkt. 11 Redet jemand,
Als Prophet oder Lehrer.
so seien seine Worte wie Aussprüche Gottes! Dient jemand,
Nach dem Wortlaut ist hier wohl zunächst an den Diakon zu denken, ohne daß natürlich die anderen Amtsträger ausgeschlossen wären. Rö 12:7
der richte sein Werk aus in der Kraft, die Gott verleiht! So soll in allen
Dienern (und Gliedern) der Gemeinde.
Gott verherrlicht werden durch Jesus Christus. Ihm gebührt die Herrlichkeit und Macht in alle Ewigkeit. Amen.
12 Geliebte, seid nicht erstaunt über die Feuerglut (der Leiden), die jetzt zu eurer Läuterung unter euch brennt. Damit widerfährt euch nichts Absonderliches. 13 Im Gegenteil; je mehr ihr an den Leiden Christi teilnehmt, desto größer sei eure Freude! Dann könnt ihr auch bei der Offenbarung seiner Herrlichkeit jauchzen und jubeln. 14 Schmäht man euch, weil ihr Christi Namen tragt, so seid ihr selig zu preisen. Denn der Geist, der euch die Herrlichkeit verbürgt und Kraft verleiht — Gottes Geist —, der ruht auf euch.
Und stärkt euch in euern Leiden.
15 Niemand unter euch darf leiden, weil er etwa mordet, stiehlt oder sich sonst vergeht, auch nicht, weil er sich unbefugt in fremde Angelegenheiten mischt.
Hier ist wohl zunächst an unkluge christliche Eiferer zu denken, die heidnische Sitten und Gebräuche unbefugt tadelten oder abstellen wollten. Später kam es öfter vor, daß Christen in solchem fleischlichen Eifer heidnische Götzenbilder zerschlugen.
16 Muß aber jemand leiden, weil er ein Christ ist, so braucht er sich nicht zu schämen; er preise vielmehr Gott (voll Dank) dafür, daß er seinen Namen
Den Christennamen.
trägt.
17 Denn die Zeit ist da, da das Gericht seinen Anfang nimmt bei dem Haus Gottes.
Gottes Haus ist die Kirche. Durch dieses Gericht, womit Leiden um des Glaubens willen verbunden sind, tritt eine Scheidung zwischen den Treuen und den Untreuen ein. vgl. Hes 9:6, Jer 25:29
Fängt's aber an bei uns, was für ein Ende müssen dann die nehmen, die Gottes Heilsbotschaft nicht glauben wollen?
18 Und wird der Gerechte nur mit genauer Not errettet, wo wird da der Gottlose und Sünder bleiben?
Aus Spr 11:31 nach LXX
19 So mögen denn alle, die nach Gottes Willen leiden, dem Schutz des treuen Schöpfers ihre Seelen anbefehlen, indem sie Gutes tun.
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