2 Corinthians 5

Wir wissen ja:
Grund für 4,17.
Wenn unser Zelt
Dieses Zelt ist der Leib als Wohnung der Seele; vgl. Weish. Salom. 9,15: "Der vergängliche Leib beschwert die Seele, und das irdische Zelt belastet den vielsinnenden Geist;" ferner 2Pe 1:13, Hio 4:19.
— das Haus, worin wir hier auf Erden wohnen — (im Tode) abgebrochen wird, so haben wir
"Wir haben" ist der Ausdruck der bestimmten Gewißheit: schon im Augenblick des Todes hat jeder Gläubige den neuen Leib als einen sicheren Besitz, der ihm bei dem Kommen des Herrn verliehen werden soll.
einen Bau, von Gott bereitet, ein himmlisches Haus, das nicht mit Händen gemacht ist, sondern ewig bleiben soll.
Gemeint ist der geistliche, verklärte Leib. 1Kor 15:42-53
Solange wir in diesem Zelt
In diesem sterblichen Leib.
wohnen, haben wir zu seufzen, weil wir voll Sehnsucht darauf warten, mit unserer himmlischen Behausung überkleidet zu werden.
D.h. verwandelt zu werden, ohne zu sterben. 1Kor 15:51-53
Denn haben wir diese angezogen, dann werden wir nicht unbekleidet dastehen. Solange wir also noch in diesem Zelt wohnen, haben wir zu seufzen unter einem schweren Druck. Denn wir möchten nicht entkleidet, sondern überkleidet werden, damit das Sterbliche verschlungen werde von dem Leben. Gott ist's, der uns hierzu
Zu der Überkleidung oder Verwandlung.
befähigt hat: er hat uns auch den Geist als Angeld darauf
Auf die zukünftige Überkleidung. Die Gabe des Heiligen Geistes verbürgt die Verwandlung. Vgl. Eph 1:14, 4:30.
gegeben.
Darum sind wir allezeit getrost, obwohl wir wissen: Solange dieser Leib noch unsere Heimat ist, sind wir noch fern von der Heimat,
D.h. noch nicht in dem Haus, das nicht mit Händen gemacht ist (V1).
fern vom Herrn — denn unser Lebensweg führt uns hier durch Glauben, nicht durch Schauen
Wir schauen Christus und seine Herrlichkeit noch nicht mit Augen.
—.
Trotzdem sind wir getrost und möchten sogar lieber diesen Leib verlassen und daheim sein bei dem Herrn. Deshalb setzen wir auch alles daran, ihm (bei seinem Kommen) wohlgefällig zu sein — ganz einerlei, ob wir dann in diesem Leib wohnen oder ihn verlassen haben.
D.h.: "ob wir leben oder sterben," Rö 14:8.
10 Denn wir alle
Lebende und Entschlafene.
müssen offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi,
So daß dann auch das Verborgenste ans Licht tritt und wir also in unserem eigentlichen, innersten Wesen offen an den Tag kommen.
damit ein jeder seinen Lohn empfange für sein Tun in diesem Leibesleben, es sei gut oder böse.
11 Weil wir nun wissen, wie sehr der Herr (als Richter) zu fürchten ist, könnten wir uns da bei den Menschen "einschmeicheln" wollen?
Vgl. Ga 1:10. Ich setze hinter  πειθομεν ein Fragezeichen.
Gott kennt uns genau. Ich hoffe, auch ihr seid innerlich von unserer Aufrichtigkeit überzeugt.
12 Damit wollen wir uns aber nicht wieder einmal bei euch "empfehlen".
Vgl. 3,1.
Nein, wir wollen euch nur Anlaß geben, eure gute Meinung von uns auch jenen Prahlern gegenüber zu vertreten, deren Herz ganz anders ist als ihr frommes Gesicht.
Gemeint sind die korinthischen Gegner des Apostels.
13 Sind wir nun wirklich "von Sinnen gekommen", so ist das im Dienst Gottes geschehen: sind wir aber bei gesundem Verstand, so ist das euch zum Segen. 14 Was uns ganz und gar gefangennimmt, das ist die Liebe, die Christus uns bewiesen hat. wir denken nämlich so: Einer ist für alle gestorben, folglich sind alle gestorben.
Das Todesurteil, das schwer auf allen Menschen lag, ist durch Christi Tod ausgetilgt.
15 Und er ist darum für alle gestorben, damit die, die da leben, nicht mehr sich selbst leben, sondern dem, der zu ihrem Heil gestorben und auferstanden ist.
Der Gedanke an Christi Tod soll jeden Gedanken an eigenen Selbstruhm zunichte machen.
16 Darum beurteilen wir
Im Gegensatz zu unseren Widersachern.
jetzt
Nach unserer Bekehrung.
niemand mehr nach dem äußeren Augenschein. Und haben wir früher
Vor der Bekehrung.
sogar Christus nur nach seiner äußeren Erscheinung im Fleisch beurteilt,
Ihn also mit den Augen des fleischlich gesinnten, ungläubigen Juden angesehen.
so denken wir jetzt ganz anders von ihm.
17 Wer also mit Christus in Gemeinschaft steht, der ist ein neues Geschöpf. Das Alte
Das Leben des alten Menschen mit seinen verkehrten, fleischlichen Ansichten und Vorurteilen.
ist (bei ihm) vergangen: ein Neues ist offenbar geworden.
18 Dies alles aber ist Gottes Werk: Er hat uns durch Christus mit sich versöhnt und uns den Dienst übertragen, die Versöhnung zu verkündigen. 19 Denn Gott war es, der in Christus die Welt
Die ihm feindliche Menschheit.
mit sich versöhnte: er rechnet den Menschen ihre Übertretungen nicht zu, und er hat uns den Auftrag gegeben, die Versöhnung kundzumachen.
20 So treten wir in Christi Namen als Gesandte auf, ja, Gottes Stimme tönt durch unseren Mahnruf. Wir bitten in Christi Namen: "Laßt euch mit Gott versöhnen!" 21 Ihn, der die Sünde nicht gekannt, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm Gottes Gerechtigkeit würden.
Damit wir aus Sünde gleichsam ganz in Gerechtigkeit übergehen.
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