Psalms 143

Ein Psalm Davids.
In manchen Handschriften der LXX hat dieser Psalm die Überschrift: "Ein Psalm Davids, als ihn sein Sohn Absalom verfolgte." Dieser Psalm ist zugleich der letzte der sieben kirchlichen Bußpsalmen. In ihm verbindet sich die Trauer des vom Thron Gestoßenen mit der Trauer des von seiner Sünde Niedergebeugten.
/ Jahwe, höre mein Gebet, / Vernimm mein Flehn um deiner Treue willen, / Antworte mir um deiner Gerechtigkeit willen!
Und geh nicht ins Gericht mit deinem Knecht, / Denn kein Lebendiger ist gerecht vor dir! Denn der Feind hat mir nach dem Leben getrachtet, / Er hat mein Leben zu Boden geschlagen, / Mich in tiefes Dunkel versetzt wie die auf ewig Toten. Nun ist mein Geist verschmachtet in mir, / Mein Herz ist mir in der Brust erstarrt. Ich habe der Tage der Vorzeit gedacht, / Habe nachgesonnen über all dein Tun, / Das Werk deiner Hände erwogen. Meine Hände hab ich zu dir gebreitet, / Wie nach Regen lechzendes Land lag meine Seele vor dir.
Meine Seele lechzte nach deiner Hilfe, wie das dürre Erdreich nach Tau und Regen lechzt.
Sela.
Eilends erhöre mich, Jahwe, es schmachtet mein Geist! / Verbirg nicht dein Antlitz vor mir! / Sonst gleich ich ins Grab Gesunknen. Laß mich deine Huld schon früh am Morgen erfahren, / Denn ich vertraue auf dich! / Tu mir kund den Weg, den ich gehen soll, / Denn zu dir hab ich meine Seele erhoben! Rette mich, Jahwe, von meinen Feinden! / Bei dir hab ich Zuflucht gesucht. 10 Lehre mich tun, was dir gefällt; / Du bist ja mein Gott: / Dein guter Geist führ mich auf ebner Bahn! 11 Um deines Namens willen, Jahwe, erhalt mich am Leben, / In deiner Treue reiß mich aus der Bedrängnis! 12 In deiner Huld
Gegen mich.
vertilge du meine Feinde, / Vernichte alle, die meine Seele bedrängen! / Ich bin ja dein Knecht.
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