Romans 5

Sind wir nun gerecht geworden durch den Glauben, so laßt uns mit Gott in Frieden bleiben durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir ja im Glauben Zutritt haben zu dieser Gnade, darin wir jetzt stehen! Laßt uns auch rühmen, daß wir hoffen dürfen, einst Gottes Herrlichkeit zu erben! Noch mehr: wir wollen uns sogar des rühmen, daß wir jetzt Trübsal leiden. Wir wissen ja: Trübsal wirkt Standhaftigkeit, Standhaftigkeit wirkt Festigkeit, Festigkeit wirkt Hoffnung.
Einst Gottes Herrlichkeit zu erben, V2.
Und diese Hoffnung kann nicht trügen; denn Gottes Liebe fließt in unseren Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist.
Dieser Liebe Gottes verdanken wir es auch, daß Christus für uns den Tod erlitten hat (V6).
Als wir noch krank in Sünden waren, gerade da hat Christus für Gottlose den Tod erlitten.
Und wie gewaltig ist das! (V7).
Nun geschieht es kaum, daß jemand für einen Gerechten sein Leben opfert. — Für den, der ihm Gutes erwiesen, erleidet wohl einer mit kühnem Entschluß den Tod. — Gott aber macht uns seine Liebe dadurch kund, daß Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Wieviel mehr nun dürfen wir jetzt, da wir in seinem Blut gerecht geworden sind, durch ihn auf Rettung hoffen vor Gottes Zorngericht! 10 Denn sind wir als Gottes Feinde versöhnt worden mit Gott durch seines Sohnes Tod, wieviel mehr werden wir als Versöhnte Rettung finden durch sein Leben!
Durch seine Auferstehung.
11 Und nicht nur das;
Wir sind nicht nur versöhnt mit Gott.
wir dürfen uns auch Gottes rühmen durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir jetzt die Versöhnung erlangt.
12 Demnach verhält es sich so: Durch einen Menschen
Adam.
ist die Sünde in die Welt gekommen, und durch die Sünde der Tod. Darum ist der Tod zu allen Menschen gelangt, weil
So ist das Schwierige  εφω hier wohl ebenso zu übersetzen wie 2Kor 5:4 und Php 3:12.
alle gesündigt haben.
Dieser Satz konnte wegen 4,15 Widerspruch finden. Daher rechtfertigt ihn der Apostel in V13.
13 Auch vor dem Gesetz
Gemeint ist das mosaische Gesetz.
ward in der Welt gesündigt. Die Sünde aber ward nicht angerechnet,
Von Gott.
solange noch kein Gesetz da war.
Solange die Menschen noch kein Gesetz von Gott empfangen hatten, war die Sünde auch noch nicht die Übertretung eines bestimmten göttlichen Gebotes.
14 Trotzdem herrschte der Tod mit königlicher Macht von Adam bis Mose auch über alle, die beim Sündigen kein bestimmtes Gebot übertraten wie Adam.
Adam übertrat ein den Tod androhendes Gebot. 1Mo 2:17
Der wies als Vorbild hin auf jenen Adam, der noch kommen sollte.
Christus.
15 Doch nicht wie der Fehltritt (Adams) war, ist nun die Gnadengabe (Gottes). (Hier zeigt sich vielmehr ein Unterschied.) Durch eines Menschen
Adams.
Fehltritt sind alle Menschen dem Tod verfallen. Weit mehr hat Gottes Gnade gewirkt: Die Gabe, die wir der Gnade des einen Menschen Jesus Christus danken, hat alle Menschen überschwenglich reich gemacht.
16 Doch dies Geschenk der Gnade übt eine andere Wirkung aus als jener eine Sünder.
Adam.
Das Urteil (Gottes) über den einen Sünder hat (über alle Menschen) ein Strafurteil gebracht. Die Gnadengabe (Gottes) aber, durch die Fehltritte vieler hervorgerufen, hat (allen Menschen) Freisprechung gebracht.
17 Wenn durch den Fehltritt jenes einen
Adams.
der Tod mit königlicher Macht geherrscht hat durch die Schuld des einen, wieviel mehr werden da alle, die die überschwenglich reiche Gnade und Gabe der Gerechtigkeit empfangen, in Lebenskraft
In der Kraft des unvergänglichen Lebens.
als Könige herrschen durch den einen Jesus Christus!
18 Darum: wie eines Menschen Fehltritt für alle Menschen ein Strafurteil (des Todes) verschuldet hat: so bringt nun eines Menschen Gehorsamstat
Christi Opfertod.
für alle Menschen einen Freispruch, der das Leben schenkt.
19 Denn wie durch eines Menschen Ungehorsam alle Menschen Sünder geworden sind: so sollen nun durch eines Menschen Gehorsam alle Menschen Gerechte werden. 20 Das Gesetz ist
Bei dieser Entwicklung von Adam bis Christus.
gleichsam durch eine Nebentür hereingekommen, damit sich Fehltritt auf Fehltritt häufe. Wo sich aber die Sünde gehäuft, da ist auch der Strom der Gnade aufs höchste gestiegen.
In Israel, wo das Gesetz herrschte, ist auch die Gnade überschwenglich reich offenbar geworden. Denn aus Israel ist der Messias, der Bringer der Gnade, hervorgegangen.
21 Denn wie die Sünde Königin war im Machtgebiet des Todes: So soll nun die Gnade als Königin herrschen, indem sie die Gerechtigkeit verleiht, die zum ewigen Leben führt durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Copyright information for GerAlbrecht